Mehr als volle Notizbücher: Über Motivation, Zugehörigkeit und Inspiration bei der SDT 2026

Was meist von einer Konferenz bleibt, sind vor allem volle Notizbücher, neue Literaturhinweise und eine lange Liste an Dingen, die man sich später noch genauer anschauen möchte. Von dieser nahm Magdalena allerdings noch etwas anderes mit: das Gefühl, Teil einer Forschungsgemeinschaft zu sein. Im Juli 2026 fand in Genf die 9. Internationale Konferenz zur Self-Determination Theory (SDT) statt. Die Konferenz brachte Forschende, Praktiker*innen und Studierende aus aller Welt zusammen, die sich mit der Weiterentwicklung und Anwendung der SDT beschäftigen. Über mehrere Tage standen aktuelle Forschung, Keynotes, Symposien, Workshops und vor allem der persönliche Austausch innerhalb der SDT-Community im Mittelpunkt.

In ihrer Promotion beschäftigt sich Magdalena mit motivationalen Prozessen im Kontext nachhaltigen Verhaltens und greift dabei insbesondere auf die Organismic Integration Theory (OIT) zurück, eine Subtheorie der SDT, die sich mit der Internalisierung von Motivation beschäftigt. Während Nachhaltigkeits- und Umweltthemen innerhalb der insgesamt sehr breiten SDT-Forschung eher ein kleineres Teilgebiet darstellen, bot die Konferenz eine wertvolle Gelegenheit, die größere Forschungsgemeinschaft kennenzulernen. Über die verschiedenen Vorträge und Sessions hinaus waren es vor allem die vielen Gespräche zwischendurch, aus denen neue Inspiration für die Arbeit in MOVEN entstanden ist.

Ein Moment der Konferenz wird uns dabei vermutlich besonders lange in Erinnerung bleiben: Während der Eröffnungs-Keynote von Richard M. Ryan und Maarten Vansteenkiste, zwei der zentralen Begründer und Weiterentwickler der SDT, wurde kurz auf unsere Publikation Going green from within verwiesen. Dies war eine unerwartete und sehr persönliche Wertschätzung unserer Arbeit, wofür wir an dieser Stelle nochmal herzlich DANKE sagen!

Neben den zahlreichen wissenschaftlichen Programmpunkten gab es viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu gehörten unter anderem ein gemeinsamer Ausflug mit der Seilbahn auf den Mont Salève sowie ein Gala-Dinner an der Universität mit Live-Musik und einem kleinen Hauch von Casino-Atmosphäre. Gerade diese Mischung aus wissenschaftlichem Austausch und gemeinsamen Erlebnissen machte die Konferenz zu etwas Besonderem. Denn Konferenzen sind schließlich nicht nur Orte, an denen Forschung präsentiert wird. Sie sind auch Orte, an denen neue Kontakte entstehen, Ideen weitergedacht werden und sich manchmal ganz unerwartet ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickelt.

What usually remains from a conference are full notebooks, new references, and a long list of topics one would like to explore in more detail later. From this conference, however, Magdalena took away something else as well: the feeling of being part of a research community. In July 2026, the 9th International Conference on Self-Determination Theory (SDT) took place in Geneva. The conference brought together researchers, practitioners, and students from around the world who are engaged in the further development and application of SDT. Over the course of several days, the focus was on current research, keynote addresses, symposia, workshops, and, above all, personal exchange within the SDT community.

In her doctoral research, Magdalena examines motivational processes in the context of sustainable behavior, drawing in particular on Organismic Integration Theory (OIT), a subtheory of SDT, that focuses on the internalization of motivation. While sustainability and environmental topics represent a relatively small subfield within the overall broad scope of SDT research, the conference offered a valuable opportunity to get to know the larger research community. Beyond the various presentations and sessions, many conversations in between provided new inspiration for the work at MOVEN.

One moment from the conference will likely stay with us for a particularly long time: During the opening keynote by Richard M. Ryan and Maarten Vansteenkiste, two of the key founders and developers of SDT, our publication Going Green from Within was briefly mentioned. This was an unexpected and very personal acknowledgment of our work, for which we’d like to say a big THANK YOU once again!

In addition to the numerous academic sessions, there were many opportunities to engage in conversation with one another. These included, among other things, a group trip by cable car up Mont Salève and a gala dinner at the university featuring live music and a touch of casino atmosphere. It was precisely this blend of academic exchange and shared experiences that made the conference so special. After all, conferences aren’t just places where research is presented. They’re also places where new connections are formed, ideas are developed further, and sometimes quite unexpectedly a sense of belonging takes root.

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